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Was man auf Anguilla jenseits des Strandes sieht

Redakcja · 16.08.2026

Anguilla ist keine Insel der Denkmäler. Sie war zu trocken und zu flach für eine Plantagenwirtschaft, also nie reich, und Kolonialarchitektur gibt es kaum. Was sie stattdessen hat, ist älter und stiller.

Nationalpark Fountain Cavern

Eine Kalksteindoline bei Shoal Bay mit einer Süßwasserquelle, die die Arawak mindestens tausend Jahre lang nutzten. Im Inneren finden sich Felszeichnungen und ein Stalagmit, der zur Figur des Jocahu geformt wurde, der Schöpfergottheit der Taíno — eine der bedeutendsten präkolumbischen Stätten der Kleinen Antillen. Der Zugang ist zum Schutz beschränkt, fragen Sie vor Ort nach.

Wallblake House

1787 erbaut und das einzige erhaltene Plantagenhaus der Insel, in The Valley. Neben dem Hauptgebäude stehen noch die steinerne Küche und die Ställe. Es liegt neben der Kirche St. Gerard, deren Mauern aus einheimischem Stein bestehen und deren seitliche Öffnungen mit Schiffsholz statt mit Glas gefüllt sind.

Heritage Collection Museum

Ein privates Museum in East End, über Jahrzehnte von Colville Petty zusammengetragen — von Arawak-Funden über die Salzindustrie bis zur Revolution von 1967, jener Episode, in der Anguilla rebellierte, um britisch zu BLEIBEN, nicht um sich zu lösen. Klein, dicht, und die beste Erklärung dieser Insel, die Sie finden werden.

Sandy Ground und die Werften

Im Hafendorf werden Anguillas hölzerne Regattaschaluppen von Hand gebaut, im Freien. Wenn gerade ein Boot entsteht, darf man in aller Regel stehen bleiben und zusehen. Das ist lebendiges Erbe, wie es kein Museum sein kann.

Big Springs und die Salzteiche

Eine zweite Fundstätte mit Arawak-Felszeichnungen liegt bei Big Springs in Island Harbour. Die Salzteiche an der Road Bay und der Rendezvous Bay waren bis in die achtziger Jahre der wichtigste Exportzweig der Insel und sind heute die besten Orte zur Vogelbeobachtung — Reiher, Silberreiher, Stelzenläufer und im Winter durchziehende Watvögel.

Die Revolution von 1967

Das prägende politische Ereignis Anguillas ist außerhalb der Karibik kaum bekannt und kehrt jede Erwartung um. 1967 fasste Großbritannien die Insel mit St. Kitts und Nevis zu einem assoziierten Staat zusammen. Die Anguillaner protestierten, vertrieben die Polizei aus St. Kitts und erklärten sich für getrennt. Zwei Jahre Verhandlung führten zu nichts, und im März 1969 setzte Großbritannien Fallschirmjäger ab — die von einer Bevölkerung empfangen wurden, die britisch bleiben wollte. Anguilla setzte sich durch und ist bis heute britisches Überseegebiet.

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