Anguilla gilt als Insel teurer Restaurants, und der Ruf ist verdient — aber er verdeckt eine echte einheimische Küche, die wenig kostet und leichter zu finden ist als die gehobene Gastronomie.
Das Nationalgericht
Reis mit Straucherbsen und geschmorte Ziege ist das, was Anguillaner zu Hause und bei jedem Fest essen. Das Fleisch wird angebraten und dann langsam mit Thymian, Zwiebel und scharfem Pfeffer geschmort, bis es vom Knochen fällt. Sie finden es an den Straßenständen in The Valley und auf jedem Festival.
Languste und Meeresfrüchte
Was Anguilla crayfish nennt, ist die karibische Languste, in Reusen vor der Nordküste gefangen, meist längs geteilt, über Holzkohle gegrillt und mit Limette und Butter serviert. Daneben stehen Krabben, Fechterschnecke geschmort oder als Curry und ganz gegrillter Schnapper. Die Langustensaison läuft von Dezember bis April.
Johnny Cakes und Beilagen
- Johnny Cakes — frittierter Teig, leicht süß, wird zu allem gegessen.
- Saltfish — zerpflückter Salzkabeljau mit Paprika und Zwiebel, traditionell zum Frühstück.
- Fungi — Maismehl zu fester Masse gekocht, das hiesige Gegenstück zur Polenta.
- Kürbissuppe — dick, mild und auf fast jeder Karte.
Wo man günstig isst
Die Grillbuden an der Straße in The Valley verkaufen freitags und samstags abends Rippchen und Hähnchen tellerweise. Die bekannteste ist Ken's BBQ. Tasty's bei South Hill ist ein richtiges einheimisches Restaurant zu moderaten Preisen, und die Strandbars an der Shoal Bay servieren den ganzen Nachmittag Krapfen und gegrillten Fisch.
Warum das Essen teuer ist
Anguilla hat keine Flüsse, dünnen Kalksteinboden und 900 mm Niederschlag im Jahr, also wird kaum etwas im großen Stil angebaut. Fast jede Zutat, die nicht vor der Küste gefangen wurde, kommt per Boot aus Saint-Martin oder per Container aus Puerto Rico, und das steht auf der Rechnung. Wirklich einheimisch sind Meeresfrüchte und Ziege, denn Ziegen kommen mit Buschwerk zurecht, das kein Rind ernähren würde.
Günstig essen
Kaufen Sie morgens bei den Fischern in Island Harbour, wenn Sie eine Küche haben. Die Supermärkte in The Valley führen Importware zu Importpreisen, aber die Straßenstände und Grillbuden verkaufen einen vollen Teller für einen Bruchteil des Restaurantpreises — und es ist dasselbe Essen, das die Anguillaner essen.