Anguilla belohnt Langsamkeit, aber sieben Tage reichen, um sie ganz zu sehen, ohne zu hetzen. Die Entfernungen sind minimal — die längste Fahrt dauert eine halbe Stunde — deshalb ordnet dieser Plan die Tage eher nach Stimmung als nach Geografie.
Tag 1 — Ankunft und Sandy Ground
Die meisten landen auf Sint Maarten und nehmen die zwanzigminütige Fähre nach Blowing Point. Kommen Sie an, und fahren Sie abends nach Sandy Ground: Der Hafenstrand hat die entspanntesten Bars der Insel, und die Sonne geht direkt gegenüber unter.
Tag 2 — Shoal Bay East
Ein ganzer Tag am bekanntesten Strand der Insel. Schnorcheln Sie morgens über das Riff am Ostende, wenn das Wasser am ruhigsten ist, essen Sie in einer der Strandbars und bleiben Sie für das späte Nachmittagslicht.
Tag 3 — The Valley und das Inselinnere
Wallblake House, die Kirche St. Gerard und das Heritage Collection Museum in East End. Essen Sie mittags in einem einheimischen Restaurant in The Valley statt am Strand. Abends bauen die Grillstände an der Straße auf.
Tag 4 — Sandy Island oder Prickly Pear
Ein Tag auf dem Wasser. Sandy Island ist eine Sandbank mit ein paar Palmen und einem Restaurant, zehn Minuten von Sandy Ground. Die Prickly Pear Cays liegen weiter draußen, sind wilder und besser zum Schnorcheln. Die Boote fahren morgens hinaus und am frühen Nachmittag zurück.
Tag 5 — das Westende
Meads Bay, Maundays Bay und Rendezvous Bay in einer langsamen Schleife, mit einem langen Mittagessen in einem der Restaurants an der Meads Bay dazwischen. Das ist der Küstenabschnitt, für den die Insel berühmt ist.
Tag 6 — das Ostende
Island Harbour, das Fischerdorf, in dem die Boote anlanden, und Mittagessen auf Scilly Cay, falls geöffnet — auf die winzige Insel winkt man vom Steg aus ein Boot herbei. Danach Savannah Bay oder Captain's Bay, beide meist leer.
Tag 7 — Little Bay und Abreise
Little Bay am Morgen per Boot bietet das beste Schnorcheln der Insel. Planen Sie Zeit für die Fähre ein: Blowing Point nach Sint Maarten fährt häufig, aber rechnen Sie vor einem Anschlussflug drei Stunden Puffer.
Unterwegs auf der Insel
Auf Anguilla gibt es keinen Busverkehr, und Taxis muss man bestellen, ein Mietwagen ist für diesen Plan also faktisch nötig. Es herrscht Linksverkehr, der örtliche Führerschein wird bei der Anmietung ausgestellt, und das ganze Straßennetz besteht aus einer Küstenschleife und ein paar Verbindungen. Nachts sind die Straßen unbeleuchtet, und Ziegen haben in der Praxis Vorfahrt.